Häufig gestellte Fragen

Milch
Warum wird Milch heute nicht mehr sauer?
Das Sauerwerden der Milch wird von Milchsäurebakterien verursacht, die einen Teil des Milchzuckers (Laktose*) der Milch in Milchsäure umwandeln. Je länger und je wärmer Milch gelagert wird, desto eher vermehren sich diese Milchsäurebakterien. Die Milch wird dadurch sauer. Eine verbesserte Melkhygiene in Verbindung mit einer konsequent eingehaltenen Kühlkette sorgt heute für sehr niedrige Werte an Milchsäurebakterien der Rohmilch. Die Kurzzeiterhitzung in der Molkerei (Pasteurisierung*) bewirkt, dass der Gehalt an Milchsäurebakterien so weit reduziert wird, dass ein spontanes Säuern der Milch verhindert wird.
Der eher "faulige" Geruch von zu lange gelagerter Milch rührt vom enzymatisch bedingten Eiweißverderb her.

Warum schmeckt H-Milch anders als Frischmilch? Für Trinkmilch, die ungekühlt gelagert werden muss, wird die Milch mindestens eine Sekunde auf 135-150°C erhitzt und ist danach 8-12 Wochen ungeöffnet ohne Kühlung lagerfähig. Der typische Eigengeschmack der H-Milch entsteht durch die hitzebedingte Veränderung des Milchzuckers. Bei Temperaturen über 100°C können zwischen dem Milchzucker und dem Eiweißbaustein Lysin sogenannte Maillardreaktionen entstehen, wodurch ein für den Menschen nicht verwertbares aber unschädliches Produkt entsteht. Diese Maillardprodukte werden von geschmacksempfindlichen Menschen als unangenehmer Kochgeschmack wahrgenommen. H-Milch eignet sich zweifelsohne als Notvorrat zu Hause oder für den Campingurlaub.

Warum ist die Milch weiß? Wäre die Milch braun, könnte man sie mit Kakao verwechseln! Nein, Scherz beiseite: Die Milch besteht aus 86,7 % Wasser, 4,8 % Milchzucker (Laktose), ca. 4 % Milchfett, 3,5 % Milcheiweiß und ca. 1 % Mineralstoffe & Vitamine. Für die weiße Färbung ist - wie der Name schon vermuten lässt - das Ei-weiß verantwortlich. Würde man also das Eiweiß aus der Milch auslösen - was im Labor möglich ist - würde eine wesentlich hellere, trübe Flüssigkeit übrigbleiben.
Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH (AMA), Wien.
Verfasserin: Mag. Sabine Bisovsky
Weitere Informationen und Broschüren unter: www.ama.at